Zoo im Einklang mit dem Klimaschutz

Der Zoo Eberswalde hat sich zur Verbesserung seiner Energiebilanz bereits vor Jahren ein Wärmekonzept erstellen lassen. Daraufhin wurde hier als erstes in einem deutschen Zoo ein Blockheizkraftwerk (BHKW) errichtet und zur Verteilung der Energie ein eigenes Strom- und Wärmenetz verlegt. Das Urwaldhaus ist hierbei als ganzjähriger Abnehmer der Wärme die Basis. Für das innovative Projekt  erhielt der Zoo 1998 den Umweltpreis der Wärmeindustrie. Das BHKW produziert seitdem 60-70 % des gesamten Strombedarfs des Eberswalder Zoos.

Augenmerk wird ebenso auf den Bereich der Energieeffizienz gelegt. Bei Neubauten im Zoo werden sofort Energiesparmaßnahmen integriert und die Wärmedämmung aller Gebäude wurde in den letzten beiden Jahren gemäß der geltenden Auflagen verbessert.

2010 wurde ein weiteres Energiekonzept in Auftrag gegeben. Dabei wurden alle bestehenden Gebäude im Winter thermographisch untersucht und die Gebäudetechnik analysiert. Desweiteren wurde der Wärmebedarf des Zoos inklusive der Kosten für verschiedene Energieträger ermittelt. Demnach will der Zoo bis 2014 seine Wärmeversorgung vollständig und seine Stromversorgung teilweise selbst übernehmen. Dazu wurden im Energiekonzept diverse Maßnahmen formuliert, die schrittweise und nach Prioritäten geordnet in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Dazu zählen die Errichtung eines Holzscheitkessels am Sozialgebäude mit Befeuerung durch Holz vom Zoogrundstück, die Errichtung eines wärmegeführten BHKWs mit ergänzter Doppelkesselanlage am Urwaldhaus sowie die Errichtung einer Solarthermieanlage für die Warmwasserbereitung im Sozialgebäude. Daneben sind fortlaufend diverse Maßnahmen zur energetischen Verbesserung von ausgewählten Tierunterkünften vorgesehen. Für die Umsetzung der Maßnahmen sind ca. 444.000 EUR geplant, welche eine Energiekostenreduzierung von 30 % bewirken sollen.

Im Bereich der Elektromobilität geht der Zoo Eberswalde ebenfalls mit gutem Beispiel voran. Das dritte Elektrofahrzeug wurde im Frühjahr 2010 in Betrieb genommen. Bereits im Jahr 2007 sowie 2008 wurde jeweils ein Elektro-LKW zum Gütertransport angeschafft.

Desweitern engagiert sich der Zoo auch im Bereich der Umweltbildung. Ein umweltpädagogisches Bildungsangebot zu Eiszeit, Klima- und Artenschutz sowie Naturschutz steht für interessierte Zoobesucher zur Verfügung. Als einziger Brandenburger Zoo ist Eberswalde desweiteren Mitglied der Stiftung Artenschutz.

Foto: Durch die ganzjährige Abnahme der Wärme durch das Urwaldhaus lohnt sich der Einsatz eines BHKWs. Quelle: Zoo Eberswalde

 

Kontakt
Zoo Eberswalde
stellvertr. Direktor Herr Dombrowski
Tel.: 03334-227 33
Mail: zoo@eberswalde.de
www.zoo.eberswalde.de

 

 

Foto: Stapel

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