Umweltpartnerschaft Brandenburg

Um die Rahmenbedingungen für eine umweltgerechte, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in Brandenburg zu verbessern, haben Landesregierung und Wirtschaft 1999 die Umweltpartnerschaft ins Leben gerufen. Sie basiert auf einer 2005 und 2010 fortgeschriebenen Vereinbarung zwischen den für Umwelt und Wirtschaft zuständigen Ministerien sowie den brandenburgischen Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern und der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg.
Umweltschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Er lässt sich nicht allein durch gesetzliche und steuerliche Auflagen durchsetzen, sondern braucht die aktive Mitwirkung aller Beteiligten - gerade auch der Wirtschaft. Darum setzt die Umweltpartnerschaft Brandenburg auf die Eigenverantwortung der Unternehmen für einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Konkret heißt das zum Beispiel: Wer sich freiwillig für die Einführung eines geprüften Umweltmanagementsystems entscheidet, profitiert von zahlreichen verwaltungstechnischen Erleichterungen wie kürzeren Genehmigungsverfahren oder weniger Kontrollen durch die Umweltbehörden - und bei einer EMAS-Zertifizierung sogar von einer Gebührenermäßigung bei immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren.
Die Umweltpartnerschaft versteht sich zudem als Mittel des engen Dialogs zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Eine ständige Arbeitsgruppe koordiniert den regelmäßigen Informationsaustausch zu allen wirtschaftsrelevanten Gesetzgebungsverfahren. Auf diese Weise kann die Umweltverwaltung bei der Formulierung und Anwendung von Gesetzen die Interessen der brandenburgischen Wirtschaft berücksichtigen. Bereits bestehende Vorschriften sollen in diesem Rahmen ebenso systematisch vereinfacht werden. Auch der persönliche Kontakt spielt hier eine wichtige Rolle: Die Teilnehmer der Umweltpartnerschaft haben einen "kurzen Draht" zu den politischen Entscheidungsträgern.
Auf diese Weise nützt die Umweltpartnerschaft Wirtschaft und Verwaltung gleichermaßen. Sie bringt die Landesregierung ihren umweltpolitischen Zielen einen Schritt näher. Und sie stärkt mit ihrem Anspruch die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Brandenburg. Als Netzwerk für ein umweltbewusstes und nachhaltiges Wirtschaften steht die Umweltpartnerschaft allen brandenburgischen Unternehmen und wirtschaftsnahen Institutionen offen, die freiwillig Umweltleistungen über die gesetzlichen Standards hinaus erbringen.

Teilnehmer an der Umweltpartnerschaft im Barnim sind bisher u.a. die Berec Recycling GmbH aus Werneuchen, die Eberswalder Wurst GmbH aus Britz sowie die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) und die mp-tec GmbH & Co. KG in Eberswalde.
 

Kontakt:
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Abteilung Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit
Referat 55
Frank Weichelt
Tel.: 0331-866 7014
Fax: 0331-275 48 7014
Mail: Frank.Weichelt@MUGV.Brandenburg.de

Quelle: MUGV Brandenburg

Foto: Stapel

"Die Umsetzung unserer Strategie bringt Arbeit, Wertschöpfung und erhält unsere Umwelt. Wir alle sind deshalb aufgefordert, diese Strategie mit Leben zu erfüllen." Bodo Ihrke, Landrat des Landkreises Barnim

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